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Auslandskrankenversicherung

Boris | 9. November 2009

Es ist schon interessant. Da sucht man sich für seine Auslandskrankenversicherung einen Anbieter aus, der immer wieder suggeriert, vollkommen unkompliziert zu sein. Flugzeuge hat, um einen im Notfall abholen zu können. In Vorleistung tritt, wenn im Urlaub doch mal was passiert. Quasi ein Anbieter, bei dem man sich rundum betreut fühlen würde.

Leider muss ich gerade feststellen, dass die Rückerstattung von Kosten dann doch nicht immer so unkompliziert von statten geht, wie einen die Werbung glauben machen möchte. Zwei Monate ist es mittlerweile her, dass ich in unserem Sommerurlaub einen Arzt aufsuchen musste. Bereits vor Ort setzte ich mich mit der Versicherung in Verbindung um sicherzustellen, dass es zu einer reibungslosen Abwicklung kommen würde. Sämtliche Unterlagen wurden bereits aus dem Urlaub an der Versicherer geschickt, da dieser darum gebeten hatte.

Zurück in Deutschland. “Unterlagen haben wir keine bekommen. Wir schicken ihnen erstmal ein Formular für die Schadensmeldung”. Ausgefüllt, zurück geschickt. Zwei Wochen passiert nichts. Erneuter Anruf. “Wir haben gerade viel zu tun, Hauptreisezeit. In zwei Wochen ist alles erledigt.” Ein paar Tage später ist ein Schreiben im Briefkasten. Ich möge doch bitte diverse Informationen nachreichen, z.B. eine Kopie meines Reisepasses um den Zeitpunkt der Abreise zu belegen. Da stellen sich mir natürlich zwei Fragen: 1. Wie soll ein Stempel eines beliebigen Reiseziels nachweisen, wann genau ich Deutschland verlassen habe und 2. wenn das so wichtig ist, warum wurde ich nicht gleich aufgefordert diese Informationen nachzureichen?

Okay, Unterlagen zusammen gesucht, zum Versicherer gefaxt um Zeit zu sparen. Es vergehen wieder zwei Wochen. Erneut rufe ich bei dem Versicherer an. “Da ist heute nochmal ein Schreiben an sie rausgegangen, das ist aber identisch mit dem davor, das können sie getrost ignorieren. In zwei Wochen ist alles erledigt.”

Letzten Freitag, drei Tage nach dem Telefonat, kommt ein weiteres Schreiben. Die Kopie des Reisepasses sei nicht leserlich und ich möchte doch bitte von meinem behandelnden Arzt eine Bestätigung für die Diagnose einreichen. Ähm… warum soll ich nochmal zum Arzt gehen, wenn ich überhaupt keine Probleme mehr habe? Warum habe ich eigentlich meinen Hausarzt von der Schweigepflicht entbunden, wenn das doch offensichtlich nicht ausreicht?

Fazit: Zwei Monate vergangen, ich warte noch immer auf die Rückerstattung von knapp 1000€

Update: Bei einem Telefonat heute Morgen wurde mir bestätigt, dass meine EMail von letzter Woche eingetroffen ist und das ganz jetzt – wieder einmal – in Bearbeitung ist. Laut der freundlichen Stimme am anderen Ende der Leitung müsse ich jetzt “nur noch einige Wochen Geduld” aufbringen, da man aufgrund der Sommerferien noch immer ein sehr hohes Aufkommen an Vorgängen hätte. Wie wäre es mal mit hinreichend Personal?

Update 2: Letzte Woche kam endlich das Geld…

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